röm.-kath. Pfarre St. Benedikt

 Die Pfarre St. Benedikt

Der heilige Benedikt

Benedikt wurde um 480 in Nursia (Norcia, rund 170 km nordöstlich von Rom in der Provinz Perugia) geboren. Seine Eltern schicken ihn als Jugendlichen nach Rom zum Studium. Enttäuscht vom Leben in der Stadt – Rom war gekennzeichnet von politischem, wirtschaftlichem und moralischem Verfall – verlässt er die Weltstadt um für Gott frei zu sein und wird Mönch. Zunächst lebt er drei Jahre in der Abgeschiedenheit von Subiaco. Diese Zeit der Abgeschiedenheit führt ihn zu großer menschlicher Reife. Er wird von den anderen Einsiedler gebeten, ihr Wegweiser zu sein. Er gründet ein Kloster und wird ihr erster Abt. Benedikt zog seine Lehren aus den Schriften des Heiligen Basilius und erkannte, dass das Gemeinschaftsleben im Kloster der Einsamkeit des Einsiedlerdaseins vorzuziehen sei, da eine Klosterfamilie die Verwirklichung der Kirche im kleinen ist. Er öffnet sich für die Anliegen der Brüder und schließlich für alle Menschen, die seine Nähe und seinen Rat suchen. So wird er zum Lehrmeister des mönchischen und auch ganz allgemein des christlichen Lebens.
Neben Subiaco gründete es das Kloster von Monte Cassino – eines der größten Benediktinerklöster, in dessen Krypta er mit seiner Schwester begraben ist. Der heilige Benedikt ist der Vater des abendländischen Mönchtums und einer der geistlichen Gründer des christlichen Europas. Papst Paul VI. erhob Benedikt im Jahre 1964 zum Patron Europas.

 

Die Pfarrgemeinde

Als Anfang der 80er Jahre konkrete Pläne der Gemeinde Wien vorlagen, die Region „Am Leberberg“ zu bebauen und Wohn- und Lebensraum für tausende Menschen zu schaffen, sorgte sich Prälat Trpin, damals Pfarrer von Kaiserebersdorf um ein Grundstück für den Bau eines Pfarrzentrums.

Durch eine großzügige Grundstücksschenkung von Leopoldine Herret wurde der Bau ermöglicht. Anfang der 90er Jahre wurde dann das Projekt Leberberg realisiert und für den Bau der Kirche ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben.
Das Projekt des Dombaumeisters DI Wolfgang Zehetner erhielt den Zuschlag. Die Kirche sollte einem der Patronen Europas geweiht werden, die Wahl fiel schließlich auf den Heiligen Benedikt.

Am 5. Mai 1996 erfolgte die Grundsteinlegung und bereits am 8. Juni 1997 die Kirchweihe durch Christoph Kardinal Schönborn.
Unsere Glocken stammen aus der Glockengießerei Grassmayer und sind den Patronen Europas geweiht: Die Brigittaglocke ist auf h1 gestimmt, wiegt 310 kg, die Cyrillglocke ist auf d2 gestimmt und wiegt 190 kg und die Methodglocke ist auf e2 gestimmt und mit 140 kg die kleinste im derzeitigen Glockentrio. Die Kreuzwegfenster sind in der Werkstatt des Stiftes Schlierbach in Oberösterreich entstanden. Erster Pfarrer war Mag. Wolfgang Kaes, der die Pfarre bis 2002 leitete.

Nach einer Übergangsphase von September 2002 bis September 2003 in der Christian Maresch – Pfarrer von Alt-Simmering – als Moderator den Kaplan Carmine Rea begleitete, folgte dieser ab September 2003 als Moderator nach.

Unser Pfarrgebiet

Unser Pfarrgebiet

Das Pfarrgebiet erstreckt sich über folgenden Bereich:
Östliches Ende der Rzehakgasse – Pantucekgasse – Simmeringer Hauptstraße – Etrichstraße – Paul Heyse-Gasse – Csokorgasse – Sängergasse – Etrichstraße – Paulasgasse.

Knapp 5.000 Katholiken leben in unserem Pfarrgebiet. Als „jüngste“ Pfarre der Diözese versuchen wir ganz besonders, die Jungen und Jüngsten der Gemeinde für das Pfarrleben zu begeistern. Daher gibt es ein spezielles Angebot an Gruppenstunden für Kinder und Jugendliche. Die Palette reicht vom Plaudern über die Themen, die sie bewegen über gemeinsames Singen bis zur tiefen Glaubenserfahrung.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, in die für sie passende Gruppe zu kommen. Auch die Zahl der Gottesdienstbesucher steigt langsam aber stetig. Für Mod. Carmine Rea ist das ein positives Zeichen und ein Beweis, dass sich die Gemeindemitglieder unterschiedlichsten Alters hier in St. Benedikt zu Hause fühlen. Jedes Jahr werden hier in St. Benedikt ca. 20 Kinder getauft, ca. 70 Kinder empfangen die Erstkommunion, ca. 30 Jugendliche werden gefirmt und zwischen 10 und 20 Paare schließen den Bund der Ehe vor Gott.